Impfungen - eine Übersicht

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Diphterie

Ansteckung: Die Corynebakterien diphteriae werden durch Tröpfcheninfektion aus der Atemluft (zum Teil gesunder) Erregerträgeren von Mensch zu Mensch übertragen. Die Zeit zwischen Ansteckung und Erkrankung beträgt 1 - 7 Tage.

Häufigkeit: Diphterie ist eine weltweit verbreitete Erkrankung, die in Deutschland in den letzten Jahren nur noch selten (1-5 Fälle pro Jahr) auftritt. In der Regel wird die Erkrankung von Mitbürgern (außer-)europäischer Staaten eingeschleppt. In Osteuropa erkranken immer noch jährlich Hunderte an Diphterie.

Symptome: Im Falle einer Diphterieinfektion sehen wir unterschiedliche Erkrankungs-formen. Es gibt die Nasen-/Rachen-/Tonsillendiphterie, wesentlich gefährlicher ist die Kehlkopfdiphterie (Krupp) mit Erstickungsgefahr durch sog. Pseudomembranbildung. Am bedrohlichsten ist die toxische Form, bei der das Diphterie-Zellgift zu einer direkten Schädigung des Herzmuskels und des Nervensystems führt. Es resultieren Herz-versagen und Atemlähmung mit einer Sterblichkeitsrate von über 20%.
Diphterie-Antitoxin (aus Pferdeserum): wird in Deutschland (seit 2000) nicht mehr produziert (!). Die Notfallgabe birgt das Risiko schwerer allergischer Reaktionen.
Impfung: Geimpft wird nur gegen das gefährliche Toxin. D.h. es ist ein erregerfreier Toxoid-Totimpfstoff, wie bei der Tetanusimpfung.
Merke: Bereits der Verdacht auf Diphterie ist meldepflichtig. Jede Kontaktperson eines Erkrankten erhält zur Verhinderung der Krankheitsausbreitung eine einwöchige antibiotische Therapie.

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